Historischer Hintergrund: Junge Luxemburger Hitler-Verehrer, die auf Einladung der deutschen Hitlerjugend (HJ) am Reichsparteitag der NSDAP vom 8. bis 14.Sept. 1936 in Nürnberg teilgenommen hatten, gründeten am 18.Sep. 1936 die Luxemburger Volksjugend (LVJ) nach dem Vorbild der HJ. Neben ideologischer Indoktrination und körperlicher Ertüchtigung mit paramilitärischem Training kamen in Luxemburg noch "Spionagetätigkeiten" (vor dem deutschen Einmarsch) hinzu. Anfänglich traten zumeist in Luxemburg wohnende deutsche Staatsbürger bei; die "eingesessenen" Luxenburger blieben der LVJ fern. Diese bis zum deutschen Einmarsch am 10. Mai 1940 in Luxemburg völlig bedeutungslose Jugendorganisation gewann erst durch den Führererlass vom 2.Aug. 1940 (Ernennung einer deutschen Zivilverwaltung) an Bedeutung. Wie im Alt-Reich hielten nun auch in Luxemburg mit dem ersten Schultag die Uniformen und Abzeichen der LVJ ihren Einzug in die Schulen - auch wenn dieser Aufforderung in vielen Fällen nicht nachgekommen wurde. Erst am 26.Feb. 1941 konnte laut Zeitungsbericht dem Echternacher Gymnasium als erste Schule in Luxemburg die "Hitler-Jugend-Fahne" verliehen werden, nachdem die gesamte Schülerschaft vollzählig der LVJ beigetreten war. Der deutschen Zivilverwaltung waren die unternommen Anstrengungen, die LVJ zur mitgliederstärksten und letztendlich alleinigen Jugendorganisation Luxemburgs aufzubauen und auf den Stand der deutschen HJ zu bringen, zu schleppend. So wurden in Esch-Alzig, Diekirch, Grevenmacher und Luxemburg-Stadt Führertagungen der LVJ organisiert, um dem zu erwartenden Ansturm von Jungen und Mädeln in die LVJ gerecht zu werden, der einer groß angelegten Rekrutierungsaktion ab dem 15. März 1941 folgen sollte. Die Führertagungen fanden statt anläßlich örtlicher "Herbert-Norkus-Feiern" am 24.Jan. 1941, dem "heiligsten Tag der HJ" seit der gymnysiale Hitlerjunge Herbert Norkus als jüngstes Opfer des Berliner Straßenkampfes zum Märtyrer der Hitler-Jugend hochstilisiert wurde. Bereits nach der ersten Woche der "Werbetage für die Luxemburger Volksjugend" verkündeten regionale Zeitungen mehr als 1.750 Neuanmeldungen bei der LVJ, die nunmehr mit 7.500 Mitgliedern zur stärksten jemals bisher in Luxemburg bestehenden Jugendorganisation gewachsen war. Dieser Erfolg rechtfertigte, die Werbetage wie geplant bis zum 31.März 1941 fortzuführen. Höhepunkt des Aufbaus der LVJ und zugleich Abschluss der großangelegten Werbeaktion für die LVJ waren der 20.April 1941 mit der ersten offiziellen Großkundgebung zum Führer-Geburtstag in Luxemburg-Stadt, zu der ganz im Zeichen der "Volksjugend" rund 4.000 Jungen und Mädel (bereits) in den "schmucken Uniformen von HJ und BDM" (Bund Deutscher Mädel) aus dem ganzen Lande zusammengeströmt und in der würdig ausgestatteten Ausstellungshalle angetreten waren. Obgleich weitere Werbeanstrengungen für die LVJ nach dem 31. März von mäßigem Erfolg zeugten, stand nach dem Treuebekenntnis zu Volk, Reich und Führer vom 20.April der offiziellen Überführung der LVJ in die HJ bzw. den BDM nichts mehr im Wege. Die feierliche Übernahme am 1.Juni 1941 (Pfingstsonntag) war der Höhepunkt und zugleich das Ende der Luxemburger Volksjugend.
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